Der Palatin
Der Palatin
Der Palatin ist der erste der sieben Hügel Roms, der besiedelt wurde. Hier soll Romulus seine "Roma quadrata" angelegt haben.
- Der Palatin (lateinisch: mons palatinus, italienisch: Monte Palatino) ist der erste der sieben Hügel Roms, der besiedelt wurde. Hier soll Romulus seine "Roma quadrata" angelegt haben. Tatsächlich haben Funde bestätigt, dass dort bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. Rundhütten standen.
- In der Zeit der Republik spielte der Palatin jedoch keine große Rolle, da sich das Zentrum der Stadt auf das Forum und das Kapitol zentrierte. Erst gegen Ende der Republik wurde es Mode dort zu wohnen. Mehrere reiche Römer ließen sich dort nieder mit prächtigen Villen und Gärten. Darunter auch Cicero und die Eltern Octavians, des späteren Augustus. Er ließ dort auch den leider nicht mehr erhaltenen Apollotempel bauen.
- Die Blütezeit des Palatin war jedoch unter Domitian (81-96 n. Chr.), der den Hügel zur Kaiserresidenz erklärte. Er ließ das "Domus Flavia", "Domus Augustana" und das Stadium anlegen. Auch das Wasser brachte er auf den Hügel, indem er die "Aqua Claudia" verlängen ließ.
- Die Hauptattraktion heute sind neben den Ruinen die Farnesischen Gärten. Sie waren Teil einer Renaissancevilla die Kardinal Alexander Farnese Mitte des 16. Jahrhunderts von Vignola errichten ließ. Die Gärten gelten als die ältesten Botanischen Gärten Europas, wo der Archäologe Giacomo Boni versuchte Pflanzen wieder aufleben zu lassen, die der Überlieferung nach in der Antike blühten.
- Der Palatin ist der perfekte Ort um ein wenig zu verweilen oder die Phantasie ein wenig spielen zu lassen. Denn trotz der Ruinen, kann man doch ein wenig von der alten Göße erahnen.
