Fabel
Fabel
Eine Fabel ist eine in eine in in Vers- oder Prosaform verfasste kurze Erzählung mit belehrender Absicht, in der vor allem Tiere, aber auch Pflanzen und andere Dinge oder fabelhafte Wesen, menschliche Eigenschaften besitzen und handeln.
Die Fabel
- vom Lateinischen Fabula - Erzählung.
- heute Englischer Begriff: story.
- Gattung in Prosa- und Versform.
- Fabeln vermitteln allgemein gültige Lebensweisheiten (Üblicherweise als Moral am Ende der Geschichte).
- Thema: Auseinandersetzung zwischen Tieren.
- Tiere besitzen menschliche Charaktereigenschaften (z.B. schlauer Fuchs, mächtiger Löwe).
- Selten sind Pflanzen und Gegenstände die Hauptpersonen in der Geschichte.
- Die Ereignisse sind nicht immer sehr realistisch (sprechende Tiere).
Entstehungsgeschichte der Gattung Fabel
- Äsop (griechisch: Aisopos) machte im 6. Jahrhundert die Anfänge der Fabeldichtung.
- Äsop war ein freigelassener Sklave aus Thrakien und er gab die Fabeln mündlich weiter.
- Während des Mittelalters wurden die Fabeln als Schullektüre genutzt.
Fabeln in Deutschland
- In Deutschland sind Fabeln erst seit dem Mittelalter bekannt.
- Jean de la Fontaine und Antoine Houdarde la Motte beinflussten in Frankreich und auch in Deutschland die Entwicklung der Fabel wesentlich im 18. Jahrhundert.
- Die erste Deutsche Fabel findet man in der Kaiserchronik (12. Jahrhundert).
- Die erste Deutsche Fabelsammlung "Der Edelstein" wurde 1350 von dem Mönch Ulrich Bauer verfasst.
Entwicklunggeschichte
- Den ersten richtigen Höhepunkt hatte die Fabel in der Reformationszeit mit Martin Luther.
- 1476-1480 schuf Heinrich Steinhöwel die Fabelsammlung "Fabel des Esop" (übersetzt).
- Die Barockdichter nahmen die Fabel bis in das 17. Jahrhundert nicht richtig ernst.
- Im 18 Jahrhundert erlebte die Fabel unter anderem mit Gottsched und Lessing den absoluten Höhepunkt ihrer 2300 jährigen Entwicklung.
- Zwischen 1730 un 1800 erschienen über 50 Fabelsammlungen.


