Franz Kafka – Biographie in Anlehnung an “Die Verwandlung”

Eingeschickt am Samstag, 14. Juni 2008
Fach: Deutsch
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Franz Kafka – Biographie in Anlehnung an “Die Verwandlung”

Franz Kafka, der jüdischer Abstammung war, wuchs zu einer Zeit auf, in der Tschechien von Österreich-Ungarn besetzt war, so dass ein geringer Teil der Bevölkerung (10%), zu der auch die Familie Kafka gehörte, deutschsprachig war.

Inhaltsverzeichnis 1. Kurzbiographie 2. Die Familie 3. Verhältnis zu Frauen/seine Verlobten 4. Judentum 5. Prag 6. Biographische Ähnlichkeiten in „Die Verwandlung“

1. Kurzbiographie

  • 3. Juli 1883 Geburt Franz Kafkas in Prag
  • Eltern: Hermann Kafka (1852-1931) und Julie Kafka, geb. Löwy (1856-1934); jüdische Familie, Geschäft mit Galanteriewaren (Accessoires, feine Wäsche etc.)
  • 1885-1888 Geburt zweier Brüder, die schon als Kleinkinder sterben
  • 1889-1892 Geburt der Schwestern Gabriele (Elli), Valerie (Valli) und Ottilie (Ottla)
  • 1889-1893 Besuch der Deutschen Volks- und Bürgerschule
  • 1893-1901 Besuch des Altstädter Deutschen Gymnasiums; Abitur
  • 1901 Beginn des Jura-Studiums an der Prager Deutschen Universität
  • 1902 Oktober: Begegnung mit Max Brod; Beginn der lebenslangen Freundschaft
  • 1904 Erste Begegnung mit Oskar Baum
  • 1906 Oktober: Beginn des einjährigen Rechtspraktikums am Landes- und am Strafgericht
  • 1907 August: Ferien beim Siegfried Löwy in Triesch (Mähren), einem Bruder von Julie Kafka; Oktober: Anstellung als Hilfskraft bei der Versicherungsgesellschaft ›Assicurazioni Generali‹
  • 1908 30. Juli: Eintritt in die halbstaatliche ›Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für das Königreich Böhmen in Prag‹
  • 1909 Beginn der erhaltenen Tagebucheintragungen; September: Reise mit Max Brod und dessen Bruder Otto nach Norditalien
  • 1910 Oktober: Reise mit Otto und Max Brod nach Paris
  • 1912 Juni/Juli: Reise mit Max Brod nach Leipzig und Weimar
  • August: Erste Begegnung mit Felice Bauer
  • September: Beginn des intensiven Briefwechsels mit Felice Bauer; Das Urteil entsteht; Dezember: Die Verwandlung entsteht
  • 1913 März: In Berlin erstes Wiedersehen mit Felice Bauer
  • Juni: Das Urteil erscheint im Jahrbuch Arkadia (hrsg. von Max Brod); Oktober: Erste Zusammenkunft mit Grete Bloch, die zwischen Kafka und Felice Bauer vermitteln will; Beginn eines intensiven Briefwechsels mit ihr
  • 1914 1. Juni: Verlobung mit Felice Bauer
  • 12. Juli: Bei einer von Kafka als »Gerichtshof« empfundenen Auseinandersetzung in Berlin wird die Verlobung aufgelöst
  • August: Beginn der Arbeit am Roman „Der Process“
  • 1915 Januar: Kafka gibt die Arbeit an Der Process auf; Erneute Annäherung an Felice Bauer; April: Reise nach Ungarn
  • 1916 Juli: In Marienbad erster und einziger gemeinsamer Urlaub mit Felice Bauer; Neuerlicher Entschluss zur Heirat
  • 1917 Sommer: Kafka beginnt, Hebräisch zu lernen; 10. August: Lungenblutsturz September: Bitte um Pensionierung aufgrund der diagnostizierten Tuberkulose, die jedoch abgelehnt wird
  • Übersiedelung zu seiner Schwester Ottla ins nordböhmische Zürau (Siřem)
  • Ende Dezember: Endgültige Trennung von Felice Bauer
  • 1919 Januar: In Schelesen Begegnung mit der Prager Angestellten Julie Wohryzek; Sommer: Verlobung mit Julie Wohryzek; Die Heirat wird jedoch abgesagt, weil das Paar keine Wohnung findet
  • November: Der Brief an den Vater entsteht in Schelesen
  • 1920 April: Beginn des Briefwechsels mit Milena Jesenská; Juli: Kafka verbringt in Wien einige Tage mit Milena; Nach seiner Rückkehr Entlobung mit Julie Wohryzek
  • 1921 Februar: Beginn der Freundschaft mit dem Medizinstudenten Robert Klopstock
  • 1922 1. Juli: »Vorübergehende« Pensionierung
  • 1923 Juni: Letzte erhaltene Tagebucheintragung; Juli: Begegnung mit Dora Diamant in Müritz an der Ostsee; September: Übersiedelung nach Berlin mit Dora Diamant, verschiedene gemeinsame Wohnungen; Vernichtung zahlreicher Manuskripte; Rapide Verschlechterung von Kafkas Gesundheitszustand
  • 1924 März: Rückkehr nach Prag; Diagnose der Kehlkopftuberkulose; Pflege durch Dora Diamant und Robert Klopstock in einem Sanatorium
  • 3. Juni: Tod Kafkas
  • 11. Juni: Bestattung auf dem jüdischen Friedhof in Prag-Straschnitz

2. Die Familie:

Vater: Das gestörte Verhältnis zu seinem Vater zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben und das Werk Franz Kafkas. Ausgelöst wird es durch die bestimmende, übermächtige Autorität des Vaters, der sich selbst durch eine harte Jugend gearbeitet hat und seine wirtschaftlich gute Stellung nur mit viel Fleiß erreichen konnte. Daher ist seine Erwartungshaltung an Franz sehr groß und er begegnet ihm stets mit übermäßiger Strenge und Kälte und auch mit ungerechten Strafen und Drohungen. Eingespannt durch sein Geschäft widmet er der Erziehung seines Sohnes weder viel Zeit noch Sorgfalt. Kafka findet keine Anerkennung und keine Wertschätzung seitens des Vaters, er kann seinen Ansprüchen nicht entsprechen. Er stellt für ihn eine unerreichbar hohe, allmächtige Instanz dar, die willkürlich, ohne gerechten Grund, handelt und somit ständig eine Bedrohung darstellt. Trotz dieser Ungerechtigkeit sieht Kafka die Schuld aller „Übel“ bei sich und überlegt, was er falsch gemacht hat. Auf eine gewisse Art bewundert er den Vater allerdings auch wegen seiner Männlichkeit und seine Geschicks für das Geschäft. So schrieb Kafka in seinem Brief an den Vater folgendes: Du dagegen (im Gegensatz zu mir) bist ein wirklicher Kafka an Stärke, Gesundheit, Appetit, Stimmkraft, Redebegabung, Selbstzufriedenheit, Weltüberlegenheit, Ausdauer, Geistesgegenwart, Menschenkenntnis, einer gewissen Großzügigkeit, natürlich auch mit allen zu diesen Vorzügen gehörenden Fehlern und Schwächen, in welche Dich Dein Temperament und manchmal Dein Jähzorn hineinhetzten. So ist der Vater ein unerreichbares Idol für Franz, es entsteht gewissermaßen eine Hassliebe für ihn, mit dem er im ,,Brief an den Vater“ abrechnen wollte. Der Brief erreichte den Vater allerdings nie. Anhand des Vaters lassen sich die autobiographischen Züge der Erzählung am deutlichsten erkennen, das ganze Verhältnis zwischen Vater und Sohn, die Charakterzüge des Vaters und seine Machtstellung in der Familie werden nahezu identisch übernommen und von Kafka auf diese Art auch verarbeitet. Mutter: Die Mutter ist liebevoll hat allerdings auch kaum Zeit für Franz, da sie stets an der Seite des Vaters im Geschäft mitarbeitet. Franz wird hauptsächlich von Bediensteten erzogen. Dem Vater ist sie stets hörig und unterwürfig. Konflikte zwischen Vater und Kindern versucht sie immer nur zu ersticken, mit dem Argument, dass der Vater Ruhe und Schonung brauche, anstatt wirkliche Lösungen herbeizuführen. Schwestern: Kafka hat 3 jüngere Schwestern: Gabriele bzw. Elli, Valerie bzw. Valli und Ottilie bzw. Ottla. Elli: Obwohl sie unter dem Vater nicht weniger zu leiden hat als Franz, entwickelt Elli offenbar erst nach ihrer Heirat ein Vertrauensverhältnis zum Bruder. Kafka kümmert sich später auch um ihre Kinder und das Verhältnis zu Elli wird inniger. Valli: Über das Verhältnis Kafkas zu Valli ist nur wenig bekannt. Von allen Geschwistern ist sie diejenige, die mit dem Vater am wenigsten Schwierigkeiten hat. Sie wirkt äußerlich angepasst und zurückhaltend, ist jedoch sprachlich begabt und offenbar auch belesen. Ottla: Von den drei Schwestern steht sie Kafka bei weitem am nächsten. Sie gilt auch als seine Lieblingsschwester und eine literarische Verarbeitung ist durchaus denkbar. Zu Anfang der Erzählung „Die Verwandlung“ hat der Protagonist Gregor ebenfalls ein gutes Verhältnis zu seiner Schwester Grete, das sich jedoch im Verlauf des Buches ändert. Auch Franz erlebt einen Bruch mit seiner Schwester Ottla, als diese die Eltern in ihrer Forderung bekräftigt, Franz solle sich mehr um die familieneigene Astbestfabrik kümmern. Dies fasst er als Verschwörung gegen sich auf. Während die anderen beiden Schwestern eher verheiratet werden, ist die Hochzeit Ottlas freier gewählt. Sie ist auch selbstständiger als die anderen, angepassteren Schwestern, so bewirtschaftet sie zum Beispiel einen kleinen Hof in Zürau, was der Vater für einen „Irrsinn“ hält. Alle 3 Schwestern kommen durch die Nationalsozialisten in der Zeit zwischen 1942 und 1943 ums Leben.

3. Verhältnis zu Frauen / seine Verlobten

Kafkas Verhältnis zu Frauen wird stets begleitet von Bindungsängsten und Selbstzweifel. Einerseits sehnt er sich nach Erfüllung und Geborgenheit, andererseits hindern ihn seine Bindungs- und Berührungsängste. So sind seine Beziehungen oft hauptsächlich literarischer Art und scheitern schnell, auch zu einer Heirat kommt es nie, obwohl er dreimal verlobt ist. Die Ehe sieht er zum Beispiel auch als höchstes erstrebenswertes Gut. Durch Selbstzweifel, Minderwertigkeitskomplexe und Angst vor dem Versagen als Ehemann ist es allerdings unmöglich für Kafka, jemals zu heiraten. Zitat aus einem Brief an Grete Bloch: „Wenn ich mir Ekel erregen will, brauche ich mir nur vorzustellen, dass ich einer Frau den Arm um die Hüfte lege.“ Er schiebt oft Gründe vor, weshalb es für seine Verlobten gar unmöglich zu sein scheint, ihn zu heiraten. In Briefen an seine Verlobten warnt er diese vor, auf was für einen unfähigen Ehemann sie sich einließen, sollten sie ihn heiraten. Er zählt dabei all seine negativen Eigenschaften auf – ob zur Vorwarnung für die Partnerin oder aus der insgeheimen Erwartung, dadurch die Hinnahme dieser Eigenschaften zu erreichen und diese zu legitimieren, sei dahingestellt. Schließlich „erschafft“ er sich auch indirekt einen Grund, um sich wieder dem entscheidenden Schritt der endgültigen Bindung zu entziehen – seine Krankheit. Sie ist sein Schutzpanzer, seine Verkörperung der seelischen Krankheit. Er selbst schreibt einmal, seine Lunge nehme ihm einen Teil der Krankheit seines Geistes ab, sie sei also sozusagen auf Kopf und Lunge verteilt. Man kann es so sehen, dass die Tuberkulose also ein Übergriff der Psyche auf den Körper ist, einer, der ihm die Last der psychischen Unfähigkeit der Überwindung nimmt, indem er sie auch körperlich unmöglich macht. Auch in der Verwandlung offenbart sich parallel zu Kafka eine Verhaltensstörung gegenüber Gregor Samsas, sichtbar an seiner Zurückhaltung gegenüber der von ihm begehrten Kassiererin oder auch an dem Bildaufhängen in seinem Zimmer.

Seine wichtigsten Geliebten/Verlobten sind im Einzelnen:

Felice Bauer Franz Kafka lernte Felice Bauer 1912 während eines Besuches bei seinem Freund Max Brod kennen. Die erste Verlobung mit ihr fand 1914 statt und wurde einen Monat später wieder gelöst. Sie verlobten sich 1916 ein zweites Mal, um sich 1917 erneut zu entloben. Julie Wohryzek 1919 lernt Kafka in Schelesen Julie Wohryzek kennen und verlobt sich mit ihr. Eine Heirat mit ihr wurde von den Eltern Kafkas aufgrund von Gerüchten über Julies angebliche sexuelle Freizügigkeit strikt abgelehnt und kam schliesslich nicht zustande mit der Begründung, dass das Paar keine Wohnung fand. 1920 löste Kafka die Verlobung und die Beziehung auf. Milena Jesenska Die dreizehn Jahre jüngere Milena Jesenska war angeblich die einzige Partnerin, vor der er keine Geheimnisse hatte. Die Beziehung, die aufgrund von Milenas Ehe, ihres Alters und ihrer nicht jüdischen Religion nur im Verlauf weniger Zusammenkünfte und ausgedehnter Briefwechsel ausgelebt werden konnte, dauerte von 1920 bis 1922. Dora Diamant Man sagt, die Beziehung zwischen Franz Kafka und Dora Diamant sei die einzige, die auf „wahrer Liebe“ basierte. Kafka lernte sie 1923 an der Ostsee kennen und schon bald bezogen sie in Berlin zusammen eine gemeinsame Wohnung. Aufgrund der Hyperinflation mussten sie jedoch bald zurück nach Prag ziehen, wo die 25-Jährige Kafka bis zu seinem Tode aufopfernd pflegte als sich sein Gesundheitszustand verschlechterte.

4. Judentum und Isolation

Franz Kafka, der jüdischer Abstammung war, wuchs zu einer Zeit auf, in der Tschechien von Österreich-Ungarn besetzt war, so dass ein geringer Teil der Bevölkerung (10%), zu der auch die Familie Kafka gehörte, deutschsprachig war. Somit war er als deutscher Jude in einer doppelten Minderheit und das Thema Isolation und Einsamkeit begleitete ihn sein ganzes Leben lang und ist schließlich auch in seiner „Verwandlung“ ein Schwerpunkt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Judentum daher in der Verwandlung als der Käfer sprich als Ungeziefer dargestellt wird, das eine Minderwertigkeit und Ausgrenzung erfährt. In einem Brief an Milena Jesenska schrieb Kafka, dass Juden auch als „räudige Rasse“ bezeichnet worden seien und fährt fort: „Ist es nicht das Selbstverständliche, dass man von dort weggeht, wo man gehasst wird? … Das Heldentum, das darin besteht, dort zu bleiben, ist jenes der Schaben, die auch nicht aus dem Badezimmer auszurotten sind.“ So kann durchaus behauptet werden, dass Kafka diese Metapher mit der Wandlung vom Menschen zum Ungeziefer in der Verwandlung umgesetzt und die gegenwärtigen sozialen und gesellschaftlichen Probleme ebenfalls dokumentiert hat.

5. Prag

Zeit seines Lebens kam Kafka kaum aus Prag heraus. Sein Leben spielte sich innerhalb eines kleinen Umkreises ab, von der Grundschule, über das Gymnasium, dann über das Studium und schließlich über seine Arbeit. Er wechselte innerhalb Prags mehrmals den Wohnort, was seine innere Unruhe und die Sehnsucht nach der Ablösung von seinem alten Leben widerspiegelt. Doch obwohl er zeitweise auch einmal in Berlin lebte, schaffte er nie den vollkommenen Absprung von der Stadt, genau wie er auch den Absprung von seiner Vergangenheit und seiner inneren „Dämonen“, seiner Komplexe und Ängste, nie schaffte. (Verbindung Bücher „Prozess“ und „Schloss“? – Kommt nicht raus aus Gebäude(=Prag?)) Auch häusliche Gegebenheiten werden in der Verwandlung eingebaut, so hatte Franz im ,,Haus zum Schiff“, wo er mit seinen Eltern von 1906 bis 1913 wohnte, eine Art Durchgangszimmer zwischen Elternzimmer und Wohnzimmer, was dem des Gregor Samsa recht ähnlich erscheint. Insgesamt ist ihm die Stadt zwar eher verhasst, da er sich eingeengt und gefangen fühlt, doch seine Bindung an sie bestätigt letztendlich seine mangelnde Selbstständigkeit. Die Stadt und ihre Atmosphäre arbeitet er oft in seine Werke ein. Johannes Urzidil über Kafka: „Kafka war Prag und Prag war Kafka. Nie war es so vollkommen und so typisch Prag gewesen, und nie mehr sollte es dies sein wie zu Kafkas Lebzeiten. Und wir, seine Freunde, „the happy few“ […] wir wussten, dass dieses Prag auch überall im Werke Kafkas in feinsten Quanten enthalten war.“ Biographische Ähnlichkeiten/Parallelen in „Die Verwandlung“:
  • Lebt lange zuhause (bis 31) Unselbstständigkeit
  • Gestörtes Verhältnis zum Vater  Tyrann  Brief an den Vater
  • Vater ist ein Geschäftsmann Angestellte = bezahlte Feinde  Heuchlerisch zu Kunden
  • Hat ein Durchgangszimmer im ,,Haus zum Schiff“
  • Zimmer mit Blick auf die Stadt
  • Zunächst unzufrieden mit seiner Arbeit
  • Schwächliche und unterwürfige Persönlichkeit
  • Hohe Erwartungen der Eltern
  • Unfähigkeit, etwas zu bewegen
  • Unterdrückt
  • Stirbt frühzeitig und elend wie der Käfer; Vernichtung letztendlich durch die Eltern/ den Vater
  • Gestörtes Verhältnis zu Frauen
  • Käfer als Gegenstück zu seiner Kindheit; wehrlos, kann sich nicht ausdrücken, ist verletzlich
  • Einsamkeit / Isolation
  • Niemand versteht ihn
  • Sucht die Schuld immer bei sich selbst (Ekel der Schwester  Laken über Kanapee)
  • Gregor kann nicht schlafen und nicht essen
Je mehr Gregor versucht sich aus seiner Situation zu lösen (Flucht aus dem Zimmer), desto mehr sinkt er ab. Parallele zu Kafka, der seine psychischen Probleme in der Literatur zu verarbeiten versucht, jedoch letztlich auch physisch daran Schaden nimmt und schließlich stirbt.
Stellungnahme Kafkas dazu: „Samsa ist nicht restlos Kafka. „Die Verwandlung“ ist kein Bekenntnis, obwohl es – in gewissem Sinne – eine Indiskretion ist.“

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