Goethes Reisen
Goethes Reisen
Im Vordergrund seines Interesses stand die grandiose Alpenlandschaft. Aber ihn lockte auch der Mythos eines angeblich "freien Landes.
Reisen:
Schweiz: 1775, 1779, 1797
Harz: Winter 1777/78
Böhmenreise: 1785
Italienreise: 1786-1788
Reisebedingungen und Finanzierung:
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Gefahr von Überfällen, miserable Straßenzustände, lange Reisedauer, 400-500km/Woche, unkomfortabel, nur für Reiche, es war Mode Bildungsreisen zu unternehmen im 18./19. Jh., Kurorte haben sich entwickelt für Reiche, 95% der einfachen Leute verließen nie ihr Zuhaus
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Bekannt ist, dass sich Goethe vom Frankfurter Bankier Bethmann Wechsel ausstellen ließ – eine frühe Form des Schecks. Mit diesen Papieren erhielt er dann in Italien Bargeld ausgezahlt. Einen Lichtbildausweis gab es ebenfalls nicht. Deshalb war es üblich, dass sich ein zuvor vereinbarter Mittelsmann für die Identität des Kunden verbürgte.
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Wissenschaftler haben anhand von Wirtshausrechnungen und ähnlichen Belegen die Reisekosten Goethes auf 7000 Thaler geschätzt. Ein Großteil stiftete der Herzog. Goethe, mit einem Jahreseinkommen von etwa 1500 Thalern finanzierte den Rest.(normaler Verdienst 50 Taler)
Schweiz:
Im Vordergrund seines Interesses stand die grandiose Alpenlandschaft. Aber ihn lockte auch der Mythos eines angeblich "freien Landes.
Erste Schweizreise im Mai 1775 (25 Jahre alt)
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Mit Friedrich Leopold Graf zu Stolberg, dessen Bruder Christian und Heinrich Kurt von Haugwitz
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Flucht von der im April eingegangenen Verlobung mit der Frankfurter Bankierstochter Elisabeth Schönemann
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Setzt sich mit Frage nach seine Identität auseinandersetzen
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2 Monate lange Reise: von Frankfurt über Mannheim, Straßburg, Emmendingen, Basel, Zürich bis zum St. Gotthard.
Zweite Schweizreise im Herbst 1779
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mit Herzog Carl August von Sachsen-Weimar
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interessiert sich für die sozialen Bedingungen der Bevölkerung und die administrativen Strukturen des Landes
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Weimar - Frankfurt am Main – Straßburg – Emmendingen – Basel - Mont Blanc - Furka-Pass – Gotthard-Hospiz
Dritte Schweizreise 1797 (achtzehn Jahre später)
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Eigentlich wollte er weiter nach Italien, doch wegen der Kriegswirren in Oberitalien, wagte er sich nicht und kehrte am St. Gotthard-Pass um.
Harzreise:
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Goethe unternimmt eine Harzreise, bei der er den Brocken besteigt. Er schreibt das Gedicht Harzreise im Winter.
Böhmen:
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Charlotte von Stein und seinem Freund, dem Großherzoglichen Kammerherrn Karl Ludwig von Knebel
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Betreibung botanischer Studien im Fichtelgebirge
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Jena à Karlsbad : Knebels Tagebuch entnehmen wir, dass die kleine Gesellschaft am 29. Juni 1785 abends gegen neun Uhr in Hof ankam. "Das Städtchen wird immer ansehnlicher und reinlicher. Auch Goethe gefiel es dort." Übernachtet wurde hier im "Gasthaus zum Hirschen". Bei schönstem Sonnenschein ging es am nächsten Morgen um acht Uhr weiter zum Mittagessen nach Marktleuthen, vermutlich in den Gasthof "Zum Goldenen Löwen" am Marktplatz. Knebel schreibt: "In Marktleuthen speisten wir, wo treffliches Bier ist und wir gut bewirtet wurden."
Italien:
Erste Italienreise:
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Alleine
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war eine Art von Flucht.
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Die Arbeit als Minister in Weimar hatte seine literarische Kreativität blockiert.
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Es war ein Traum von ihm das klassische Italien der griechisch-römischen Kultur zu sehen. Suchte das Italien des römischen Altertums
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Hoffte dass eine solche Umgebung zu einer künstlerischen Wiedergeburt führt.
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War besonders angezogen von Bauwerken der Antike, der Kunst, der Architektur, dem Theater und der Oper.
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Aber auch auf den Gebieten der Geologie, Wetterkunde, Botanik, Zoologie, Anatomie, Morphologie und Landwirtschaft machte er neue Erfahrungen und ließ sich inspirieren.
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Am 3. September 1786, um 3 Uhr in der Nacht, fuhr er mit der Postkutsche ab, ohne sich von irgendjemandem verabschiedet zu haben.
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Anfangs reiste Goethe unter falschem Namen „Maler Möller“, er wollte nicht wieder erkannt werden, er wollte Italien genießen, ohne jemandem darüber Rechenschaft ablegen zu müssen.
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Für einige Monate wusste niemand, wo er war, weder seine Mutter noch seine engsten Freunde hatten Nachrichten von ihm.
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Ursprünglich sollte die Reise nur 2 Monate dauern, schlussendlich 2 Jahre
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Je länger er dort blieb, desto mehr entspannte er sich
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Er fand sein zweites Zuhause in Rom
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Er malte unaufhörlich (brachte ungefähr tausend Zeichnung und Aquarelle zurück nach Weimar)
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Begann wieder zu schreiben und kreativ zu werden
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Schrieb ein Tagebuch über diese Reise, das er im Jahr 1829 veröffentlichte
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Beschreibung der Eindrücke von Italien, von den Menschen und der Kultur
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Nach Rückkehr: wird Goethe in Weimar auf eignen Wunsch von den meisten der höfischen und dienstlichen Pflichten entbunden.
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Übernimmt Leitung künstlerischer Anstalten des Herzogtums
Zweite Italienreise:
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kam nur bis nach Venedig
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sah nicht mehr die klassischen Ideale, sondern nur noch den Schmutz und die Unordnung des öffentlichen Lebens
Dritte Italienreise = Dritte Schweizreise 1797
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Eigentlich wollte er weiter nach Italien, doch wegen der Kriegswirren in Oberitalien, wagte er sich nicht und kehrte am St. Gotthard-Pass um.
1815 unternimmt Goethe ausgedehnte Reisen ins Rhein- und Maingebiet.
1817 hält sich Goethe öfters in Jena auf.
Tod am 22. März 1832

