Waschmittel Enthärter
Enthärter sind chemische Substanzen, welche die Kalzium- und Magnesium Ionen des Wassers, die die Wasserhärte ausmachen, zu binden vermögen.
1. Die Bindung über Ionenaustauscher
Es gibt Kationenaustaucher (Polystyrolharze mit Sulfonsäureester/ durch z.B. Salzsäure werden diese Harze wieder regeneriert) und Anionenaustauscher (Polystyrolharze, die positiv geladen sind und an tertiären oder quartären Ammonium-Gruppen angelagert sind.) Die Kombination beider führt zu Mischbett-Ionenaustauschern, mit welchen man Wasser vollständig entsalzen kann.
2. Über Komplexbildner
Die Komplexbildner gehören zu den sogenannten Gerüststoffen, einer der wichtigsten Wirkstoffgruppen in Wasch- und Reinigungsmitteln.
Natriumtriphosphat
- Pentanatriumtriphosphat (Na5P3010)
- toxikologisch unbedenklich
- gutes Komplexierungsvermögen für Ca- und Mg-Ionen
- In den Kläranlagen zerfällt der Komplex durch Hydrolyse in schwer lösliche Calciumphosphate
- gelöste Phosphate können zur Eutrophierung (Überdüngung) von Gewässern beitragen
- Es gibt bisher keinen Stoff, der die Phosphate völlig ersetzt
Citronensäure
- Natriumsalz der Citronensäure (Citrat)
- ökologisch unbedenklich
- Nachteil: Die Ca- und Mg- Komplexe sind bei höheren Temperaturen nicht so stabil
Nitrilotriacetat (NTA)
Nitrilotriessigsäure (N(CH2COONa)3)
größter Teil des Natriumtriphosphates lässt sich durch das Natriumsalz der Nitrilotriessigsäure ersetzen. Das Anion bildet mit 2-fach geladenen Metall-Ionen (Ca2+, Cu2+, Ni2+,Fe3+) Chelatkomplexe. Dabei bindet das Metall-Ion die 3 Carboxylatgruppen, das Stickstoffatom und 2 Wassermoleküle.
Es spielt jedoch in deutschen Waschmitteln keine Rolle: Man befürchtete, dass die Chelatbildner Schwermetallionen (Ca2+, Hg2+) aus den Sedimenten lösen könnte, die sich dann in der Nahrungskette anreichern. Untersuchungen besagen, dass keine Gefahr besteht, doch es hat immer noch einen schlechten Ruf.
Zeolith A (Sasil)Kristalline, wasserhaltige Alumosilicate mit einer Gerüststruktur, die Alkali- und Erdalkali-Ionen enthält Die Na-Ionen im synthetisch hergestellten Zeolith A lassen sich leicht gegen andere Ionen austauschen. Sie sind im Silicium-Aluminium-Sauerstoff Gerüst mit seinen weiten Poren leicht beweglich + werden vorzugsweise durch Ca- Ionen ersetzt. Es hat Natriumtriphosphate als Enthärter verdrängt. Vorteil: Der Ionenaustausch nimmt mit steigender Temperatur zu Nachteil: Unterstützt die Schmutzablösung nicht - Waschmittel braucht noch Polycarboxylate oder andere Zusatzstoffe.
Polycarboxylate
- werden biologisch nur sehr langsam abgebaut
- deswegen schon oft Diskussionen über phosphatfreie Waschmittel
- Doch es gibt keine konkreten Hinweise auf eine schädliche Wirkung
Grundsätzlich sind Enthärter als ökologisch sinnvoll einzustufen, da sie es schaffen, dass der Waschmittelverbrauch bei hartem Wasser verringert werden kann

