Willy Brandt und die Guillaumeaffäre

Eingeschickt am Sonntag, 1. Februar 2009
Fach: Geschichte
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Willy Brandt und die Guillaumeaffäre

Zeittabelle des politisch bedeutsamsten Spionagefalles zwischen der DDR und der BRD.

1. Willy Brandt: Die Biographie

  • 1913 , 18. Dez., uneheliche Geburt in Lübeck als Herbert Ernst Karl Frahm
  • 1933 nach Abitur im Auftrag der SAP Flucht nach Norwegen
  • 1934 Annahme des Decknamens Willy Brandt
  • 1938 Ausbürgerung durch Nazis -> norwegische Staatsbürgerschaft
  • 1945 Rückkehr als Journalist nach Deutschland
  • 1949 Berliner Abgeordneter der SPD im ersten deutschen Bundestag
  • 1957 Regierender Bürgermeister von Berlin
  • 1969 Kanzler in Koalition mit der FDP -> neue Ostpolitik, „Mehr Demokratie wagen“
  • 1971 Friedensnobelpreis
  • 1972 Neuwahlen, SPD -> 45, 8 % -> klare Mehrheit
  • 1974 , 6. Mai -> Rücktritt wegen Spionageaffäre
  • 1979 Mitglied des Europäischen Parlamentes
  • 1992 , 8. Okt. gestorben

2. Günther Guillaume

  • 1927, 1. Feb. Geburt in Berlin
  • 1950-1956 Ausbildung beim Ministerium für Staatssicherheit (MfS)
  • 1952 Beitritt zur SED
  • 1956 Übersiedlung der Familie nach Frankfurt im Auftrag des MfS
  • 1957 auf Weisung des MfS Eintritt in die SPD -> Karriere

3. Die Guillaumeaffäre

  • Nov. 1972: Guillaume wird Referent des Bundeskanzlers
  • Mai 1973: FDP weiß, dass G. ein DDR-Spion ist, Brandt wird informiert unter der Bedingung nichts am Verhältnis zu G. zu ändern
  • April 1974:
    • Verstärkte Observierung G.s und schließlich dessen Festnahme
    • Brandt gesteht von der Sache gewusst, sie aber nicht ernst genommen zu haben
    • Sache wird immer weiter ausgedehnt, Gerüchte um Frauengeschichten
    • Brandt hegt noch keine Rücktrittsgedanken, kommt aber ins Schwanken
  • 1. Mai 1974:
    • nach erfolgreicher Mairede bekommt er Dokumente, die ihn bezüglich Frauenaffären belasten
    • ernsthafte Rücktrittsgedanken
  • 4. Mai 1974:
    • SPD-Treffen in Bad Münstereifel
    • SPD-Fraktionschef lässt indirekt Wunsch nach Rücktritt laut werden
    • Brandt gibt Entscheidung zum Rücktritt bekannt -> Empörung
  • 5. Mai 1974: Brandt schreibt Rücktrittsbrief an Bundespräsidenten
  • 6. Mai 1974: offizieller und endgültiger Rücktritt

3. Gründe für Brandts Rücktritt

Spionageaffäre war nur der Auslöser, Grund war viel mehr allgemeine Amtsmüdigkeit, Depressionen, parteiinterne Kritik und ein Machtkampf mit dem Fraktionschef

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